Blei in den Fisch gesteckt: Angler müssen an den Lügendetektor!

August 26th, 2010

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Angler nehmen es in Erzählungen mit der Größe ihrer gefangenen Fische nicht immer ganz genau, das ist bekannt und führte sogar zur Erfindung einer so schönen und spannenden Sprache wie Anglerlatein. Wenn viel Geld im Spiel ist, greifen Angler sogar zu viel ausgereifteren Schummelmethoden, wie Mike Hart bewies. Der Kalifornier gewann vor ein paar Wochen das Wettangeln am Lake Mead in Nevada, flog aber hinterher als Betrüger auf: Er hatte seinen gefangenen Fischen Blei verabreicht, um deren Gewicht zu steigern. Das fiel auf, als die Schuppenträger hinterher für einen wohltätigen Zweck filetiert wurden.

Knapp 200.000 Dollar hatte Hart bislang als Wettangler verdient, es dürfte kein einziger Cent mehr hinzukommen, denn er wurde lebenslang gesperrt. Deshalb haben die Ausrichter von großen Angelwettbewerben schon seit einiger Zeit Lügendetektortests eingeführt. Denn die Betrugsmethoden werden immer raffinierter, die Bebleiung gehört da schon zu den “Klassikern”. Andee Angler versenken schon vor dem Angeln bereits gefangene Fische deponiert, die dann als gerade gefangen präsentiert werden. Wo viel Geld ist, da ist auch viel Betrug, argumentieren die Veranstalter.

Wie HOOK bereits berichtete, führte ein Lügendetektortest beim “Big Rock Blue Marlin”-Wettangeln im Juni dieses Jahres zur Disqualifikation des Siegerteams. Das hatte zwar nicht betrogen - einer der Angler besaß jedoch keinen Angelschein.

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